April, April…

Aprilsonne während eines Schneeschauers im Hochschwarzwald.

…der macht, was er will.

Vor kurzem herrschten noch sommerliche 20 Grad, dann nahte Ostern und der Winter kam zurück. Zumindest in den höheren Lagen des Schwarzwaldes. Schlüsselblümchen und Kirschblüten waren mit einer zarten, weißen Schicht bedeckt.

Die Ursache für das Aprilwetter ist  die unterschiedlich schnelle Erwärmung der Wasser- und Landmassen infolge des zunehmenden Sonnenstandes in den Frühlingsmonaten. Die Landmassen erwärmen sich viel schneller als die Meere. Um ein Kilogramm Wasser zu erwärmen, bedarf es fünf Mal mehr Energie als dieselbe Masse an Sand. Dafür kann Wasser länger die Wärme speichern. Es entstehen Temperaturunterschiede, die durch die noch vorhandenen Eis- und Schneedecken im Norden des Globus sogar verstärkt werden.

Auch in den kommenden Tagen sind im Schwarzwald Schneefälle möglich. Winterreifen bleiben erforderlich.

Bei uns in Mitteleuropa sind für das typische Aprilwetter Luftmassen aus den nördlichen Breiten verantwortlich. Auf dem Weg über dem Nordmeer und der Nordsee reichern sich diese polaren Luftmassen mit der Feuchtigkeit an und erwärmen sich gleichzeitig von unten her. In den höheren Lagen bleiben die Temperaturen jedoch weit unter dem Gefrierpunkt. Streichen diese Luftmassen über Festland, erfolgt durch die intensive Frühlingssonne und der Bodenerwärmung eine Labilisierung der Luftmassen. Schauer und Gewitter mit starkem Regen, Graupel und Schnee sind die Folge. Dazwischen lockert der Himmel immer mal wieder auf. Das Aprilwetter, das wir gegenwärtig erleben, ist also rein thermisch bedingt und nicht zu vergleichen mit den sommerlichen Gewitterlagen. Das ist auch die Erklärung, weshalb die Aprilschauer nur während des Tages stattfinden und mit den Abendstunden aufhören.

Ein Trost, der April hat bereits die Halbzeit hinter sich. Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür. Er bietet sich bestens für einen Ausflug oder gar einen Kurzurlaub im Schwarzwald an. Hier finden Sie Hotels und Ferienwohnungen.

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