CMT Stuttgart

Der Schwarzwald ist auf Rekordjagd

Auf die Hotels und Ferienwohnungen kommt ein Rekordjahr zu. Einen kleinen Eindruck vermittelt die CMT in Stuttgart, auf der der Schwarzwald einen ungemein starken Zuspruch erfuhr. Ich besuchte die Reisemesse und war überrascht vom Gedränge rund um die Schwarzwaldstände. Den Mitarbeitern blieb kaum eine Verschnaufpause. In persönlichen Gesprächen mit ihnen wurde mir das enorme Interesse an einem Urlaub in der südwestlichen Ferienregion ausnahmslos bestätigt. Das motiviert. Aber auch der Schwarzwaldführer erfuhr von allen Tourist-Informationen großes Lob, insbesondere für seine Darstellung über die Ferienorte und Urlaubsanbieter.

Schwarzwald will Superjahr toppen

Über 20 Millionen Übernachtungen im Schwarzwald – Mountainbike-Wegenetz und Weinradweg in Planung, Kuckucksuhr, Bollenhut und Schnee – definitiv drei Markenzeichen des Schwarzwaldes, auch wenn der Schnee am Ende des vergangenen Jahres in der beliebten Ferienregion auf sich warten lassen hat. „Wir hatten zwar einen schneearmen Dezember, aber er war gut gebucht. Wir sind deshalb sicher, dass 2016 den bisherigen Allzeitrekord an Gästeübernachtungen im Schwarzwald toppt“, sagte Landrat Frank Scherer als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Schwarzwald-Tourismus GmbH auf der CMT.

Im Rahmen der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit stellte Scherer die aktuelle Hochrechnung für das Gesamtjahr 2016 vor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Gäste im Schwarzwald um 2,2 Prozent auf rund 7,6 Millionen. Auch die Zahl der Übernachtungen nahm zu: Insgesamt wurde rund 20,2 Millionen Mal in den Schwarzwälder Gästebetten übernachtet. Mit der erwarteten Gesamtzahl von circa 21,4 Millionen Übernachtungen für 2016 stünden die Zeichen damit gut, dass das bisherige Rekordjahr 1991 mit 21,2 Millionen Übernachtungen noch übertroffen werde.

In den letzten 25 Jahren habe sich die Aufenthaltsdauer der Gäste fast halbiert: „Vor 25 Jahren blieben deutsche Urlauber im Schnitt 4,7 Tage im Schwarzwald, heute 2,8 Tage“, so Scherer. Diese Veränderung zeige, dass sich der Schwarzwald zu einem beliebten Kurzreiseziel mit internationalem Renommee entwickelt habe. Ein Blick auf die Zahlen zeigte Aufsichtsrat Frank Scherer zudem, dass Europa mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent bei den Ankünften und 2,5 Prozent bei den Übernachtungen überdurchschnittlich zum Erfolg der Ferienregion beigetragen habe. Gerade um die Entwicklung in den außereuropäischen Märkten voranzutreiben müsse sich der Schwarzwald dort neue Gästegruppen erschließen. Deshalb werde der Schwerpunkt der Tourismuswerbung für 2017 auf Deutschland und den europäischen Quellenmärkten liegen.

Attraktiv zeigt sich die Region auch 2017 mit zahlreichen Projekten und Aktionen: Als Ergänzung zu den bereits entstandenen Singletrails ist für 2017 ein Mountainbike-Wegenetz um Schönau im südlichen Schwarzwald in Planung. Für Radfahrer, die es etwas gemütlicher möchten und das Streckenfahren mit Weingenuss verknüpfen möchten, soll ein „Badischer Weinradweg“ auf etwa 430 Kilometern entlang des Schwarzwaldrandes entstehen. Weinkenner und Genießer lockt auch der „MaiWein“ mit mehr als 110 Events, Weinwanderungen, Kellerführungen und Winzerhocks. Aber auch Museen, Theater, Fest- und Opernhäuser bieten jede Menge Anzeige für eine Kulturreise in die Ferienregion Schwarzwald.

Hotels und Ferienwohnungen im Schwarzwald

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