Ferienwohnungen sind gefragt

Infos über das Urlaubsziel immer wichtiger

Ferienwohnungen werden in diesem Jahr stärker nachgefragt. Das geht aus der Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) hervor. Seit 47 Jahren legt die FUR ihre Untersuchungen zur deutschen Urlaubsreisenachfrage vor.

Die Betreiber von Ferienwohnungen dürfen sich freuen. Das Interesse an Urlaub in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus steigt. Und die Urlaubsgäste geben mehr Geld aus; allein im vorigen Jahr waren es rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei waren die Steigerungen im Inland mit einem Plus von acht Prozent stärker als bei Auslandsreisen (+3 Prozent). Einher geht dieser Trend mit einer stärkeren Nutzung des eigenen Autos (2016 47 Prozent, 2015 45 Prozent), wobei der Anteil an Urlaubern im eigenen Land auf satte 76 Prozent anstieg.

Hotels dominieren insgesamt. Im Inland sind Ferienwohnungen und Ferienhäuser am beliebtesten.

Für die im Tourismus arbeitenden Betriebe wird es immer wichtiger, wie sie ihre Gäste mit ihren Angeboten und Inhalten optimal erreichen. Deshalb hat die FUR Reisende gefragt, wovon sie sich bei der Reisezielwahl bevorzugt inspirieren lassen. Die Anforderungen sind sehr klar: Bei den Inhalten steht der Wunsch im Vordergrund, Eindrücke zu erhalten, wie es am Urlaubsort aussieht und was man dort machen kann. Beim Format bevorzugt man Fotos deutlich vor Texten und Videos. Die Inhalte sollen invormativ und Seriös sein. Lustighe oder emotionale Inhalte sind nur für eine Minderheit wichtig.

Anmerkung: Genau diesem Ziel hat sich auch der Schwarzwaldführer verschrieben. Das Portal stellt nicht nur ausgesuchte Hotels und Ferienwohnungen vor, sondern geht intensiv auf die Ferienregionen und Urlaubsorte ein. Das ist in dieser Form einmalig.

Wie zu erwarten beeinflusst der Terror die Reiseplanung der Deutschen. Für viele Menschen spielen die Anschläge in den letzten Jahre eine große Rolle, wenn sie an den bevorstehenden Urlaub denken. 38 Prozent lassen sich laut der FUR-Umfrage von der Terrorgefahr in ihrer Urlaubsplanung beeinflussen. Viele haben große Sorgen und wollen deshalb am Urlaubsort besonders vorsichtig sein. Viele früher bevorzugte Reiseziele werden deshalb nicht mehr besucht. Das führt zu einer Verschiebung der Reiseziele.

Während die Türkei (-23 Prozent), Nordafrika ( -29 Prozent) und Frankreich (-15 Prozent) schon in den Jahren 2015/2016 deutlich an Gästen verloren, legten die Gästezahlen in Deutschland (+3 Prozent) sowie Österreich (+4 Prozent), Spanien (+8 Prozent), Griechenland (+ 18 Prozent), Niederlande (+3 Prozent) und Skandinavien (+14 Prozent) zu. Im Inland zählten 2016 besonders Mecklenburg-Vorpommern und Bayern zu den Favoriten. In einem guten Mittelfeld rangierte Baden-Württemberg, wobei hier besonders der Schwarzwald als der Gästegewinner gilt.

Bei der Buchungsart gewinnt das Internet immer mehr an Boden. Nach wie vor sind Pauschalreisen sehr beliebt; diese werden noch immer zumeist in den Reisebüros getätigt. Doch das Internet gewinnt stark; Treiber hinter dieser Entwicklung sind die Urlaubsportale. Von 14 Prozent aller gebuchten Urlaubsreisen im Jahr 2006 stieg der Anteil auf nun 38 Prozent im Jahr 2016. Die FUR rechnet damit, dass schon in wenigen Jahren die meisten aller Urlaubsbuchungen im Internet generiert werden.

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