Gesund reisen

Tipps gegen Reiseübelkeit

Endlich Ferien! Viele Kinder fiebern dem großen Abenteuer im Familienkreis entgegen. Doch damit die Fahrt mit der Familie unbeschwert verläuft, sollten auch Maßnahmen gegen Reiseübelkeit (Kinetose) ergriffen werden. Wie der Autoclub ACE mitteilt, kommt es vor allem bei Kindern häufig zu Unwohlsein bei längeren Autofahrten. Der Club gibt deshalb Tipps, wie Beschwerden gelindert werden können.

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Betroffen sind zumeist Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren. In diesem Alter kann das noch nicht vollständig ausgeprägte Gleichgewichtsorgan die wechselnden Eindrücke beim Fahren nicht entsprechend kompensieren: Die vorbeifliegende Landschaft kann oftmals nicht mit dem unbewegten Raum im Auto in Einklang gebracht werden. Vor allem Kurvenstrecken und Bremsmanöver überfordern. Erste Anzeichen sind Blässe und Schweißausbrüche sowie aufkommendes Schwindelgefühl und schneller gehender Atem. Aufkommende Übelkeit sollte ernst genommen werden.

Tipps vom Reiseexperten

  • Regelmäßige Pausen mit viel frischer Luft und Bewegung sollten spätestens alle zwei Stunden eingelegt werden. Für Langstrecken bieten sich Nachtfahrten an. Wer schläft, ist oft weniger von akuter Reiseübelkeit betroffen.
  • Arzneien gegen Reisekrankheit müssen für das Alter des Kindes geeignet sein. Bewährt haben sich Mittel mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Als Alternative gibt es auch homöopathische Alternativen mit Apomorphinum oder Cocculus.
  • Spiele, bei denen die Phantasie gefordert wird, sowie das Einlegen des Lieblingshörspiels sorgen für Ablenkung. Abgeraten wird vom Lesen, aber auch von Anschauen von Filmen während der Fahrt. Zusätzliche optische Reize können das Unwohlsein verstärken.
  • Leichtes Essen und Obst belasten den Körper nicht zusätzlich. Deshalb vor der Fahrt auf leichte, fettarme Kost achten. Tees, zum Beispiel Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee, können den Magen beruhigen.
  • Bonbons und Getränke mit Pfefferminzgeschmack oder Ingweraroma lindern die Anzeichen von Übelkeit.
  • Die Klimaanlage sollte nicht zu kalt, die Heizung nicht zu warm eingestellt sein. Optimal sind Temperaturen um die 21 Grad. Ein Sonnenschutz am Seitenfenster lenkt den Blick des Kindes nach vorn, wo es sich eher auf weiter entfernte Ziele konzentrieren kann.
  • Im Fond wird es Kindern schneller übel als auf dem Beifahrersitz. Überlegenswert ist deshalb, für gewisse Zeit die Plätze zu tauschen.
  • Auch bei Reiseübelkeit gilt, dass die Sicherung im Kindersitz vorrangig ist. Keinesfalls sollte Forderungen nachgegeben werden, den Gurt zu lösen.
  • Wenn nichts mehr hilft: Eine Spucktüte und kühle Tücher sollten im Ernstfall dabei sein.

Ein Kommentar

  1. Hallo lieber Schwarzwald-Blog,

    da meiner Tochter immer – ja wirklich immer sogar auf kurzen Strecken – im Auto übel wird, habe ich nach Alternativen zum Reise-Kaugummi gesucht. Da diese erstens recht teuer sind und zweitens wirklich nur für lange Strecken gedacht sind, da sie müde machen. Eure Tipps lassen sich auch super für kurze Strecken umsetzen und ich werde das definitiv mal mit ihr ausprobieren. Spätestens wenn wir mit dem Auto nach Marokko fahren (18 Stunden reines fahren). Falls alle Stricke reißen haben wir ja noch die Kaugummis *lach*. Eigentlich wollten wir ja fliegen, aber da ich selber sehr große Angst vorm Fliegen habe, werden wir mal wieder das Auto nehmen müssen. Aber ein kleiner Trost für Sie ist ihr neuer Karry-Hartschalen-Kinderkoffer, denn sie findet diese Reisekrankheit selber ganz unlustig und hat teilweise schon Angst überhaupt ins Auto zu steigen.

    Gut für dieses mal haben wir ihr die Angst ein wenig genommen, dafür freut sie sich einfach viel zu sehr ihren Koffer endlich benutzen zu können. Und ich hoffe inständig das wir das in Zukunft mit euren hilfreichen Tipps besser in den Griff bekommen.

    Danke schön für die Hilfe und liebe Grüße
    Rachida

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