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Schönwetter-Kauflaune

Schnee und Sonne steigern Umsatz

Die Menschen sind bei Regen in schlechterer Online-Kauflaune, als wenn die Sonne scheint oder Schnee fällt. Das liegt daran, dass sie bei einer bestimmten Wetterlage eine damit assoziierte Aktivität mental simulieren. Sie kaufen häufiger Produkte, die sie mit diesen Aktivitäten verbinden. Dasselbe gilt ebenso für den Urlaub. So erwerben viele bei Schneefall eher Produkte, die mit Wintersport zu tun haben, wie eine Studie der University of British Columbia zeigt. Lacht die Sonne, ist man einfach bester Laune. Auch Urlaubsbuchungen werden eher bei schönem Wetter getätigt.

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"Die mentale Simulation funktioniert nur bei Sonne oder Schnee, weil nur diese Wetterbedingungen eine positive Assoziation mit Freizeitaktivitäten außer Haus hervorrufen. Bei Regen dagegen sind wenige Aktivitäten möglich. Die meisten damit verbundenen Produkte, wie Regenschirme oder Regenmäntel, schützen lediglich davor", erklärt JoAndrea Hoegg, Koautorin der Studie.

Die Forscher haben die Verkaufszahlen einer großen Online-Auktionsseite über den Verlauf von einem Jahr sowie die Wetterbedingungen untersucht, die bei Käufen vorherrschten. Sie berücksichtigten auch die Anzahl der Bilder, die zu Produkten gezeigt wurden, weil diese ihnen zufolge der mentalen Simulation helfen.

Es stellte sich heraus, dass bei Sonnenschein beispielsweise Strandtücher deutlich häufiger gekauft wurden, Schnee half den Verkaufszahlen von Wintersportartikeln. Diese Ergebnisse bestätigten sich in mehreren Umfragen, die das Forschungs-Team zur Kontrolle durchführte. Hoegg zufolge sollten Anbieter nicht nur die Jahreszeit, sondern auch das Wetter an bestimmten Tagen berücksichtigen, wenn sie entscheiden, welche Produkte und Leistungen sie hervorheben wollen. Das würde die Verkaufsszahlen optimieren.

Schon seit langem registriere ich an Sonnenscheintagen eine deutlich höhere Bereitschaft, eine Urlaubs-Aktivität wie beispielsweise das Goldwaschen am Rhein zu buchen, während an Regentagen nur wenige Buchungen eingehen. Deshalb empfehle ich Gastgebern, dieses Verhalten bei ihren Werbemaßnahmen wie beispielsweise Mailingaktionen zu berücksichtigen.