Neues Thermalwasser in Bad Bellingen

Das neue Wasser ist angebadet

Die Bohrungen der sogenannten Quelle V sind weitestgehend abgeschlossen. Jetzt feierten die Bade- und Kurverwaltung und die Gemeinde Bad Bellingen ein Wasserfest zu Ehren des neu gewonnenen Wassers.

Traditionell stiegen Vertreter der Bohrfirma sowie des Ingenieurbürosm, Bad Bellingens Bürgermeister Dr. Christoph Hoffmann sowie Doris Räuber von der Bade- und Kurverwaltung in ein Becken mit dem neuen Wasser und stießen mit einem Glas perlenden Winzersekt auf die neue Quelle an. Damit war das Wasser der Quelle V vor 130 Gästen angebadet.

Das Becken für das neue Thermalwassers in Bad Bellingen sieht noch ein wenig provisorisch aus. Doch keine Sorge, denn es diente lediglich zum Anbaden. Die erfolgreichen Bohrungen in eine Tiefe von 1250 Metern wurden natürlich kräftig gefeiert.

Bürgermeister Dr. Christoph Hoffmann bedankte sich bei Gemeinderat und Aufsichtsrat für die Weichenstellung, bei den Mitarbeitern für die Arbeit mit den Förderanträgen, bei der Bade- und Kurverwaltung für die Abwicklung der Genehmigung und bei der ausführenden Firma für die schnelle Umsetzung. Ein großer Dank galt auch den Bürgern von Bad Bellingen, die mit sehr viel Verständnis und Kompromissbereitschaft den erhöhten Lärmpegel während der Bohrarbeiten akzeptiert und auch Ihren Gästen die Notwendigkeit der Bohrung näher gebracht haben.

Das etwa 3,8 Millionen Euro Projekt wird nun mit dem Anschluss an das bisherige Wassersystem der Therme vervollständigt, so dass das Wasser ab Herbst 2018 der Therme zur Verfügung steht. Zuvor wird noch geprüft, inwieweit das Wasser aus 1250 Meter Tiefe mit dem Wasser aus 650 Meter Tiefe gemischt werden kann.

Die Bohrungen wurden bis auf 1250 Meter getrieben, um Wasser in einer Muschelkalkformation zu finden. Noch ist ungewiss, wieviel Wasser aus der Tiefe mit 68 Grad, die gemessen wurden, nun hoch sprudeln wird. Allerdings ist schon jetzt klar, dass die Mengen nicht so ergiebig werden, um daraus ein neues Heilwasser zu etablieren.

Die genauen Daten der Wasserzusammensetzung und der endgültigen Temperatur am Auslauf stehen noch nicht fest, da die Mengen aus den Tiefen noch unklar sind. In einer Tiefe von rund 650 Metern wurden im Hauptrogenstein wiederum ergiebige Wasservorräte gefunden, die ebenso erschlossen wurden. Mit den Wassermengen der Quelle V kann Bad Bellingen sein Heilbad für die nächsten 50 Jahre betreiben. „Wir sind froh, dass wir nun die Absicherung der Zukunft für das Heilbad erreicht haben. Die Quelle II, Leodegar-Quelle, läuft nicht mehr sehr ergiebig, so dass die Quelle V als vollwertiger Ersatz dafür eingesetzt werden kann. Insgesamt stehen jetzt drei Quellen zur Verfügung, davon zwei relativ neue. Durch das Wasser aus 1200 Metern wird am Bohrkopf der Quelle V eine erhöhte Temperatur erreicht.

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