Tatort Schwarzwald

„Tatort – Goldbach“ wird am 1. Oktober ausgestrahlt

Freuen dürfen wir uns bereits auf den ersten Schwarzwald-Tatort. Er wird am Sonntag, 1. Oktober 2017, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Der Tatort ist eine Produktion des Südwestrundfunks und wurde im März / April 2017 in Bernau im Schwarzwald sowie in der Region Hochschwarzwald und in Baden-Baden gedreht.

Franziska Tobler und Friedemann Berg werden in eine kleine Schwarzwaldsiedlung gerufen, beliebter Wohnort junger Familien, deren Kinder dort in einem friedlichen sozialen Umfeld aufwachsen sollen. Diese Idylle zerbricht, als eine Elfährige an einer Schussverletzung stirbt und der Nachbarjunge verschwindet. Bei der Sicherung der Indizien und der angespannten Suche nach dem vermissten Jungen findet die Polizei in der Nähe des Tatorts ein rätselhaftes Waffendepot.

Franziska Tobler und Friedemann Berg gehen der Spur der Waffen nach und suchen Zeugen, zumal das ganz friedlich heimgekehrte Kind der dritten Nachbarsfamilie anscheinend nichts Außergewöhnliches mitbekommen hat. Schneller Erfolg ist ihnen nicht beschieden, und während die Ermittlungen andauern, treiben Trauer, Sorge, auch Misstrauen die eigentlich gut befreundeten Elternpaare immer weiter auseinander.

Es gibt dunkle Tannen, verschneite Hänge und tiefe Schluchten im ersten Tatort Schwarzwald mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner. Der kleine Ort, in dem sie als Hauptkommissare Tobler und Berg, unterstützt von Steffi Kühnert als ihrer Vorgesetzten Cornelia Harms, zum Einsatz kommen, ist aber weniger von traditionellen Strukturen geprägt, hier wohnen vor allem Städter, Zugezogene, unter denen sich das Drama dreier eben noch unbeschwerter Elternpaare entfaltet.

Regisseur Robert Thalheim inszenierte mit dem „Tatort – Goldbach“ ein intensives, von Bernd Lange geschriebenes Krimi-Drama, in dem die Schauspieler im Mittelpunkt stehen und die beeindruckenden Bilder im Dienst der Spannung zwischen den Figuren stehen.

Lust auf Urlaub im Schwarzwald? Hier sind die schönsten Hotels & Ferienwohnungen!

Die Geschichte des Tatort Schwarzwald

Ein friedlich wirkender Samstagmorgen im ausgehenden Winter. Aber die Kriminalhauptkommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg, auf dem Weg in den Hochschwarzwald, sind wegen einer Gewalttat im Einsatz. In Goldbach müssen sie Jens und Barbara Reutter mitteilen, dass ihre Tochter Frieda an einer Schussverletzung gestorben ist und im Wald gefunden wurde.

Eine unfassbare Nachricht für die Reutters – das Mädchen ist elf, die stirbt doch nicht! Gerade waren die Eltern noch fröhlich mit ihren Nachbarn und Freunden, Klaus und Steffi Buchwald, Nicole und Martin Benzinger, am Bach hinter ihren Häusern, nun ist ihre Welt auseinandergebrochen. Und sie machen sich Sorgen.  Denn Frieda war mit den Nachbarsjungen Linus und Paul zum Spielen unterwegs. Keiner der beiden geht ans Telefon und es ist nur zu wahrscheinlich, dass auch den Jungen
etwas zugestoßen ist. Spuren der Jungen findet die Polizei am Tatort nicht.

Aber ein Versteck, in dem eine Kiste mit praktisch fabrikneuen Waffen verborgen ist, Gewehre und Pistolen, alle von einem Hersteller. Die Individualnummern sind abgeschliffen und eine Waffe fehlt. Zu der könnte das Projektil gehören, das in einem Baum gefunden wird.  Friedemann Berg, von rechtschaffenem Zorn ergriffen, würde am liebsten sofort zur Herstellerfirma stürmen.

Doch seine Chefin Cornelia Harms bremst ihn aus. Hier ist diplomatisches Geschick gefragt, um von der Firma die Namen möglicher Käufer zu erfahren. Und diese Art der Diskretion ist nicht unbedingt Friedemanns Stärke. Deshalb soll er sich um die Überprüfung registrierter Waffen kümmern, Franziska Tobler sich an der frustrierenden, weil ergebnislosen Suche nach den vermissten Jungen beteiligen, während die Elternpaare näher zusammenrücken, um einander zu stärken und zu trösten.

Dann stellt sich allerdings heraus, dass nur einer der beiden Jungen wirklich vermisst ist. Denn Paul Buchwald taucht in aller Unschuld daheim wieder auf. Er ist erschüttert, als er von Friedas Tod hört, kann aber nicht sagen, wie es dazu kommen konnte. Paul ist durchaus überzeugend. Trotzdem hat Franziska Tobler den Eindruck, dass er nicht die Wahrheit sagt, zumindest nicht die ganze. Immer wieder redet sie mit ihm, während die Polizei samt Hundestaffeln auf der Suche nach Linus den Wald durchkämmt und Friedemann bei Schützenvereinen die erstaunlichsten Waffen zutage fördert.

Überhaupt gibt es in dieser dem Anschein nach so idyllischen Gegend mehr Waffen, als er erwartet hätte, legale wie illegale. Bei Martin Benzinger zum Beispiel, auch er ein Sportschütze, der glaubt, sich in seinem Haus auch verteidigen zu müssen.

Martin Benzinger ist aber momentan genau wie seine Frau im Ausnahmezustand. Immerhin ist sein Sohn immer noch verschwunden. Die Situation macht die drei Elternpaare zunehmend nervös. Sie fühlen sich von den Ermittlern schlecht informiert und alleingelassen. Vor allem Jens Reutter verschafft seiner Trauer in der Aggression gegen die Polizei ein Ventil. Auch gegen seinen Kumpel Martin Benzinger, als er bemerkt, dass die Polizei dort nach Waffen sucht. Der emotionale Druck führt zu Rissen in der Solidarität der sechs Freunde. Zumal sie bemerken, dass Franziska Tobler und Friedemann Berg inzwischen annehmen, dass Linus Benzinger sich eher versteckt als entführt wurde…

Besetzung

  • Franziska Tobler – Eva Löbau
  • Friedemann Berg – Hans-Jochen Wagner
  • Cornelia Harms – Steffi Kühnert
  • Jens Reutter – Godehard Giese
  • Barbara Reutter – Victoria Mayer
  • Klaus Buchwald – Felix Knopp
  • Steffi Buchwald – Isabella Bartdorff
  • Martin Benzinger – Shenja Lacher
  • Nicole Benzinger – Odine Johne
  • Paul Buchwald – Aaron Kissiov
  • Linus Benzinger – Oskar von Schönfels
  • Frieda Reutter – Alexa Luna Tröndle
  • Alexandra Pacht – Johanna Bantzer
  • Stefan Pfeiffer – Christian Heller
  • Roman Kirchner – Robert Besta
  • Kriminaltechniker – Sebastian Mirow

Stab

  • Drehbuch – Bernd Lange
  • Regie – Robert Thalheim
  • Kamera – Andreas Schäfauer
  • Schnitt – Isabelle Allgeier
  • Musik – Uwe Bossenz & Anton Feist
  • Szenenbild – Myrna Drews
  • Kostümbild – Andrea Schein
  • Besetzung – Birgit Geier
  • Produktion – Franziska Specht
  • Redaktion – Katharina Dufner

SWR-Intendant Peter Boudgoust

Seit mehr als 40 Jahren fasziniert der Tatort seine Zuschauer und präsentiert sich dabei immer wieder völlig neu Für den „Tatort – Goldbach“ gilt das gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen markiert der Film den Start eines neuen Ermittler-Duos: Die Kommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg, gespielt von Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner. Zum anderen setzt der Handlungs- und Spielort neue Maßstäbe: Erstmals wird anstelle einer einzelnen Stadt eine ganze Region bespielt, der Einsatzort der Kommissare erstreckt sich über den gesamten Schwarzwald Deutschlands größtes Mittelgebirge bietet hierfür eine besonders vielfältige Kulisse Dichter Wald, düstere Schluchten oder abgelegene Höfe versprechen eine spannende Atmosphäre für  abgründige Kriminalgeschichten.

Diese Vielfalt ist es auch, die den Tatort insgesamt und die Tatort-Formate des SWR ausmacht. Der neue Schwarzwald-Tatort bildet einen Kontrast zu den beiden urbanen SWR-Tatorten mit Lena Odenthal im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen oder den Kommissaren Lannert und Bootz in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

Gemeinsam folgen alle dem Anspruch auf Glaubwürdigkeit und Plausibilität und wahren den genauen Blick auf die Realität sowie die Verankerung in der Region. Für den Schwarzwald-Tatort bedeutet das ein Themenspektrum von Massentourismus über Strukturwandel bis hin zum traditionellen, bäuerlichen Landleben. Bei Ihrem ersten Auftritt im „Tatort – Goldbach“ sind die Kommissare Tobler und Berg im verschneiten Hochschwarzwald auf der Suche nach dem Mörder eines elfährigen Mädchens.

Gemeinsam mit dem gesamten Team vor und hinter der Kamera freue ich mich sehr auf die erste Folge „Goldbach“ sowie auf alle weiteren spannenden, ergreifenden und erhellenden Geschichten, die wir vom neuen Schwarzwald-Tatort erwarten können.

Text und Bilder: SWR

Passend zum Thema