Urheberrecht

Finger weg von fremden Fotos!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Gute Bilder sind deshalb auch bei der Präsentation des Hotels oder der Ferienwohnung unerlässlich. Soweit so gut. Doch was ist mit den Landschaftsfotos? Schnell werden da mal auf fremden Seiten nach schönen Bildern Ausschau gehalten, die den eigenen Ort oder die Umgebung zeigen. Ein paar Mausklicks, schon ist das Bild auf der eigenen Homepage. Toll! Jetzt sieht alles viel, viel schöner aus.

Die Rechnung kommt hinterher und kann ziemlich teuer werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob mit einem Bildbearbeitungsprogramm noch ein paar Veränderungen vorgenommen wurden. Tatsache ist, das ursprüngliche Bild wurde geklaut. 1000 Euro und mehr können dann schon mal auf der Rechnung des Rechteinhabers stehen – pro Bild. Einige Fotografen verfolgen die Nutzung ihrer eigenen Werke sehr genau. Werden sie fündig, überlassen sie die Geldforderung einem Anwalt. Der haut dann aber gleich noch seine eigenen Kosten drauf. Und der Bilderklauer muss bezahlen. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Schließlich weiß jeder, dass man fremde Bilder nicht ungefragt verwenden darf.

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Grundsätzlich sind alle Fotos durch das Urheberrecht geschützt, ganz gleich, ob die Bilder auf einer privaten Homepage stehen, als Schnappschüsse aufgenommen oder von einem Profi gemacht wurden. Sehr hochwertige, kreative Fotos können sogar als Lichtbildwerke im Sinne des Paragraphen 2 Absatz 1 Nr. 5 Urhebergesetz (UrhG) geschützt sein, was dann besonders teuer werden kann. Denn sie werden als Kunstwerke eingestuft. Die „normalen“ Bilder unterstehen dem Paragraphen 72 UrhG. Die Schutzdauer erlischt für Lichtbildwerke nach 70 Jahren nach dem Tode des Urhebers, die „normalen“ Bilder bereits 50 Jahre nach der ersten Veröffentlichung.

Alle Bilder im Internet stehen unter Schutz

Der Schutz von Bildern gilt generell. Dafür ist kein Copyright-Hinweis notwendig. Er tritt in dem Moment in Kraft, in dem der Rechteinhaber sein Bild veröffentlicht. Also bereits mit dem Klick auf die Tastatur.

Deshalb sollten nur eigene Bilder verwendet werden, auch wenn sie nicht ganz so perfekt sein mögen wie die eines Berufsfotografen. Sollte man allerdings nur wirklich gute Fotos wünschen, empfiehlt sich allemal, einen Fotografen zu beauftragen und sich zeitlich unbefristete Nutzungsrechte für die Veröffentlichung auf der Homepage zu sichern. Das ist immer noch weit aus billiger als sich auf fremden Websites zu bedienen.

Schließlich kann es ja auch nicht sein, dass man sich auf seiner Homepage mit fremden Federn schmückt und damit um Urlaubsgäste wirbt.


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