Urheberrechtsverletzung

YouTube muss Daten rausrücken

Bilder klauen, fremde Filme kopieren und unerlaubt ins Internet stellen, ist weit verbreitet. Die Urheber der Aufnahmen werden jedoch um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Wer erwischt wird, für den kann’s richtig teuer werden. Und das ist auch richtig so.

Das bekamen die Diebe von zwei Filmen zu spüren, die unter einem Pseudonym Videos auf YouTube veröffentlichten, an denen eine deutsche Filmverwerterin die Rechte hat. Diese klagte zur Herausgabe der kompletten Adresse der Diebe. Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main hat nun ein klares Wort gegen den Internetgigangen Google beziehungsweise gegen seine Tochter YouTube gesprochen.

Finger weg von Videos und Bildern fremder Urheber! Sonst kann’s teuer werden!

Die Rechteinhaberin hatte zunächst auch die Herausgabe der Klarnamen der Nutzer sowie Postanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und die IP-Adresse gefordert. Dem wurde zunächst nicht stattgegeben. Das Landgericht Frankfurt hatte die Klage vor etwas mehr als einem Jahr abgewiesen. Daraufhin gingen die Filmverwerter in Berufung und gewannen. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung lässt das Oberlandesgericht eine Revision zu, das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.

YouTube sei als gewerbsmäßiger Dienstleister laut dem Urheberrechtsgesetz verpflichtet, Auskunft über Namen und Anschrift zu erteilen. Unter den Begriff Anschrift falle aber auch die E-Mail-Adresse. Dass mit Anschrift im Deutschen ursprünglich lediglich die Postanschrift gemeint war, sei „historisch begründet“ und gehe auf das Jahr 1990 zurück. Es gehe allein um die Angabe des Ortes, an dem man jemanden „anschreiben“ könne. Die E-Mail-Adresse zählt ebenso zur Adresse.

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