Wandern gewinnt an Bedeutung

Gebildete Menschen wandern besonders gern

Die Renaissance des Wanderns in der jüngeren Vergangenheit hat zu einem Wandel des Images beigetragen, der noch nicht abgeschlossen ist. Das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Technologie hat in seinem Forschungsbericht eine Zunahme des Wanderns als Freizeitaktivität prognostiziert. Auch das Internet wird in Sachen Wandern weiter an Bedeutung gewinnen.

Die Analyse der spezifischen Lebensstile der besonders wanderaffinen Menschen hat deutlich gezeigt, dass Wandern zwar ein breites, gesamtgesellschaftliches Phänomen ist, besonders intensiv jedoch von überdurchschnittlich gebildeten, reflektierenden und in der Regel konsumbereiten Menschen ausgeführt wird. Diese Menschen sind Trendsetter in so weit, als für sie mit dem Wandern die in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft zunehmenden Bedürfnisse und Wünsche nach unberührter Natur, Gesundheit, Reflexion sowie Kommunikation beispielhaft erlebbar gemacht werden können.

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Sowohl Wanderregionen wie auch Ausrüsterindustrie haben sich dieser Entwicklung bedient und sie zugleich gefördert. Die hohe Verfügbarkeit von Wanderausrüstung auch bei erklärten Nicht­-Wanderern zeigt, dass mit dem Wandern inzwischen ein sehr positiv besetzter Lebensstil verbunden wird, der durch das Tragen von Funktionsbekleidung auch z.B. in der Stadt demonstriert werden kann. Deshalb wird es auch zukünftig gelingen, die bereits hohe Nachfrage quantitativ mindestens zu halten und sie qualitativ noch zu verbessern. Das Wandern – bzw. die beim Wandern entstehenden Erlebnisse und Gefühle -sind zu einem Sinnbild für die zentralen Bedürfnisse und Sehnsüchte unserer Gesellschaft geworden: Gesundheit, Natur, Authentizität, Reduktion sowie Abstand vom Alltag lassen sich beim Wandern, auch in einem nur wenige Stunden andauernden Tagesausflug, für die Mehrheit der Bevölkerung beispielhaft erleben.

Ich bin überzeugt, das Internet entwickelt sich zur zentralen Kommunikationsplattform. Schon heute besitzt es als Informationsmedium für Wanderer größte Bedeutung. Künftig wird die Bedeutung weiter steigen. Leicht zugängliche und einfach zu bedienende Wander- und Freizeitportale wie der Schwarzwaldführer und fewo.ag dienen den Wanderern als Informationsbasis, in denen sie alle relevanten Informationen abrufen können. Spezielle Wanderportale werden künftig wohl auch dem Erfahrungsaustausch untereinander dienen. Dennoch werden Wanderkarte und Reiseführer ihre hohe Bedeutung als Informationsmedium und vor allem Orientierungshilfsmittel beibehalten.

2 Kommentare

  1. Wenn man sich so die Websites der einzelnen Tourismusverbände ansieht, ist zu erkennen, wie wichtig Wanderer für die Regionen geworden sind. Auf den meisten Websites finden sich die wichtigsten Wanderrouten rund um die jeweilige Region mit Angaben zu Strecke, Koordinaten und Dauer der Wanderung. Super – auch für diejenigen, die mal nur für 1-2 Tage Urlaub vom Alltagsstress nehmen wollen.

    1. Wandern ist die gesündeste Art, aktiv zu sein. Das tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Geist. Wandern ist für mich wie Meditation: Ich schalte ab, kann frei nachdenken und fordere ganz nebenbei auch meinen Körper. Nicht umsonst nimmt die Zahl der Wanderer wieder stark zu. Vor allem junge Leute öffnen sich dieser schonenden Art des Sports; zugleich eröffnet das Wandern neue Horizonte. Balast aus dem Alltag relativiert sich plötzlich. Auf Schritt und Tritt tauchen neue Erlebnisse auf, ob das seltene Pflanzen am Wegesrand oder die fantastische Aussicht in die Landschaft oder der einzigartige Waldgeruch sind. Und das Gefühl, das Ziel erreicht zu haben, ist unbeschreiblich. Ich sag’s doch: Wandern ist gesund. Das erkennen immer mehr Menschen und – ein Glück – ebenso alle in der Touristikbranche arbeitenden Menschen.

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