Winterwandern im Schwarzwald

Tourenvorschläge im Wintermärchen

Schneeschuhtrails weisen den Weg in der verschneiten Landschaft: Wenn der Schnee die Berge und Hochtäler bedeckt, ist der Winterurlaub im Schwarzwald besonders reizvoll. Im größten Mittelgebirge Deutschlands ragen mehr als 70 Kuppen und Berge über 1000 Meter hoch auf. Hier finden Schneewanderer die besten Voraussetzungen für einen gesunden Aktivurlaub an der frischen Luft. In fast allen Wintersportorten im Schwarzwald kann man sich Schneeschuhe ausleihen oder an einer geführten Wanderung teilnehmen.

Schneeschuhwanderungen sind auch für Familien ein spannendes und beinahe spielerisches Ferienvergnügen. Der Schwarzwald ist mit seinen häufig nur leicht ansteigenden Waldwegen, mit seinen herrlichen Ausblicken und den freien Kuppen ein ideales Revier für Ferientrapper. Unterwegs werden die Wanderer mit atemberaubenden Aussichten bis in die Schweizer Alpen belohnt. Damit aber die Tiere nicht in ihren Rückzugsräumen aufgeschreckt werden, sind spezielle Schneeschuhtrails an der Schwarzwaldhochstraße im Norden, am Brandenkopf im mittleren Schwarzwald und am Feldberg im Süden ausgewiesen.

Tourenvorschläge für Winterwanderer

  • Schneeschuh-Trails. Am Feldberg, dem höchsten Gipfel des Mittelgebirges im Dreiländereck zu Frankreich und der Schweiz, wurden eigens für Schneeschuh-Wanderer zwei Trails durch das Naturschutzgebiet abseits der Skipisten ausgeschildert. Hier können sich Winterwanderer die Natur auf breiten Tretern erschließen. Zur Einstimmung empfiehlt sich der sonnige Seebuck-Trail mit seinen drei Kilometer und knapp 160 Meter Höhenunterschied. Mehr Kondition verlangt der Gipfeltrail mit neun Kilometern Strecke und 320 Höhenmetern. [Feldberg]
  • Das Haus der Natur am Feldberg bietet bei geeigneter Schneelage jeden Sonntag bis Ende März 2017 um 12 Uhr eine geführte Schneeschuhtour an. [Feldberg]
  • Mit Schneeschuhen auf Belchen. Rund um das Städtchen Schönau im Wiesental locken vier Schneeschuh-Routen zum stillen Genießen der Landschaft. Am höchsten hinaus kommt der Schneeschuhwanderer bei der Gipfelerkundung auf dem 1414 Meter hohen Belchen. Auf den „magischen Berg“ der Kelten startet man je nach gewünschter Streckenlänge an der Talstation der Belchenbahn auf 1100 Metern oder in der Gemeinde Aitern in 650 Meter Höhe. Ab der Talstation dauert der Aufstieg zum Belchen gut eine Stunde. Von dort aus beginnt aber auch eine einstündige Genießertour durch den südlichen Schwarzwald. Zwei andere Trails starten in Fröhnd und Tunau. Sie belohnen mit Ausblicken auf Belchenkuppe, Feldberg und heimelige Bauerndörfer. [Schönau]
  • Drei Mal rund um den Brandenkopf. Am 945 Meter hohen Brandenkopf zwischen Renchtal und Kinzigtal im mittleren Schwarzwald sind drei Schneeschuh-Trails in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zwischen 2,4 und 8,4 Kilometern ausgewiesen. Die Gesamtanstiege sind mit 93 bis 305 Metern nicht wirklich anstrengend. Alle beginnen am Wanderheim Brandenkopf. Vom höchsten Gipfel des mittleren Schwarzwaldes mit seinem Aussichtsturm bieten sich herrliche Weitblicke über die Schwarzwaldlandschaft bis in die Vogesen im Westen oder die Schweizer Alpen im Süden. Den Flyer gibt’s bei der Tourist-Info in Oberharmersbach. [Oberharmersbach]
  • Der Ruhe auf der Spur in Baiersbronn. Baiersbronn führt in seiner Broschüre „Winter-Wanderhimmel“ neben rund 20 Wandertouren auch drei Schneeschuhtouren auf. Die drei Trails sind zwischen 4,8 und 6,2 Kilometer lang und mit Anstiegen zwischen 285 und 418 Metern auch für sportliche Tourengeher attraktiv. Zwei der Strecken führen zwischen Schliffkopf und Mummelsee nahe der Schwarzwaldhochstraße entlang. Wunderschöne Ausblicke auf Rheinebene und schneebedeckte Schwarzwaldtäler belohnen die Anstrengung des stetigen Bergauf und Bergab. Für den Rückweg gibt es den Linien-Bus. Die dritte Tour startet und endet im Ortsteil Baiersbronn-Buhlbach. [Baiersbronn]
  • Kurztouren am Kniebis. Weite Ausblicke auf die Rheinebene machen den Reiz der drei Eichelberg-Touren am Kniebis aus. An dem 960 Meter hohen Bergrücken im mittleren Schwarzwald gibt es kurze und gemäßigte Anstiege, die auch gut für Wander-Anfänger geeignet sind. Die drei Touren sind zwischen 2,4 Kilometer und 5,7 Kilometer lang, die Anstiege summieren sich auf 77 Meter bis 167 Meter. Start- und Zielpunkt der Strecken ist das DSV-Nordic aktiv Zentrum Freudenstadt-Kniebis an der Schwarzwaldhochstraße. Beim Besucherzentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite kann man die breiten Treter ausleihen.[Freudenstadt]
  • Panorama-Touren um Todtnauberg. Bei Todtnauberg im südlichen Schwarzwald beginnt am „Radschert“ ein spannender Schneeschuhtrail. Die Runde von acht Kilometern führt über das gewalzte Holzschlagbachtal und bietet weite Aussichten auf die verschneite Bergwelt und über die Täler. Nach acht Kilometern hat der Wanderer den Ausgangspunkt wieder erreicht. Die zweite Runde startet am Hornweg und führt über den oberen Hornweg hinauf zum Todtnauberger-Horn, dann weiter Richtung Radschert und zurück zum Ausgangspunkt. [Todtnau]
  • Rüttner Höhenweg bei Wieden. Wieden im südlichen Schwarzwald ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen. Am Fuße des Belchen gelegen ist der Ort prädestiniert für Wintersport. Viele Wege schlängeln sich über die Höhen durch das einzigartige Naturpanorama. In schneereichen Wintern gibt es einen 4,5 Kilometer langen Höhenweg für Schneeschuhwanderer, der imposante Aussichten auf den „magischen“ und dritthöchsten Schwarzwaldberg sowie die umliegende Landschaft bietet. Er führt vom Wiedener Eck über den Steinen und den Rüttner Höhenweg weiter bis nach Ungendwieden. [Wieden]
  • Schönste Ausblicke. Das Bernauer Hochtal bietet auch im Winter schöne Ausblicke in die nach Süden hin offene Landschaft. Eine Schneeschuh-Rundtour führt von Bernau-Hof abwechslungsreich durch Wiesen, Felder und Wälder. Bei der 7,5 Kilometer langen Wanderung sind anspruchsvolle 370 Höhenmeter zu überwinden. Ziel ist die Krunkelbach-Hütte in einer Höhe von 1200 Meter. Eine leichte Tour beginnt am Loipenhaus in Bernau. Der Rundkurs führt drei Kilometer durch die weite winterliche Landschaft zum Gipfel des 1415 Meter hohen Herzogenhorns. [Bernau]
  • Vom Ruhestein durch verschneite Wälder. Weitläufige Wälder, verschneite Berge und schwarze Karseen – auf Winterwanderungen kann man die Urwüchsigkeit des nördlichen Schwarzwalds besonders genießen. Mehrere Wege beginnen am Ruhestein bei Seebach. Auf gut 1000 Höhenmetern kann man in der Darmstädter Hütte einkehren, sich bei einer herzhaften Vesper stärken und auch übernachten. Ein sechs Kilometer langer Weg leitet den Wanderer vom Ruhestein zum Mummelsee, der in der stillen Winterlandschaft besonders geheimnisvoll wirkt. Vom Ruhestein verläuft auch ein 6,6 Kilometer langer Rundwanderweg mit der Pausenstation Mannheimer Hütte. [Seebach]
  • Über die Höhenlagen bei Bad Herrenalb. Die verschneiten Hängen und Höhenwege um Bad Herrenalb im nördlichen Schwarzwald lassen sich im Winter besonders gut auf Schneeschuhen erkunden. Eine zweistündige Tour über die verschneiten Waldberge lässt sich auch unter professioneller Anleitung erleben. Zum Preis von 25 Euro bekommt man nebst der Führung auch die Schneeschuhe gestellt. Eine Anmeldung ist erforderlich. [Bad Herrenalb]
  • Après-Ski im Schwarzwald-Badezuber. Wer einen erlebnisreichen Wintertag gemütlich ausklingen lassen will, kann in Schönwald im Freibad einen Schwarzwald-Badezuber mieten. An frostigen Abenden unter freiem Himmel lässt sich’s bei Bewirtung im wohlig warmen Wasser vorzüglich entspannen. Allein, zu zweit oder mit Familien und Freunden möglich (maximal 8 Personen). [Schönwald]

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