Wissenschaftler warnen vor Auwaldzecken

Neue Krankheiten befürchtet. 

Wissenschaftler warnen vor einer neuen Zeckenart – der Auwaldzecke. Die Tiere können gefährliche Krankheiten verursachen. Bislang war die Zecke bei uns in Deutschland unbekannt. Inzwischen sind erste Fälle dokumentiert. „Dermacentor reticulatus“ lebte in Norditalien, Österreich und Ungarn sowie in osteuropäischen Ländern, aber auch in den USA.

Wie der Name schon sagt, bevorzugt die Auwaldzecke feuchte Gebiete wie Auen und Moore. Schon vor Jahrzehnten wurden in Deutschland einige Exemplare gefunden. Man nahm an, dass Zugvögel sie importiert hatten. Eine Verbreitung war jedoch in Deutschland nicht bekannt. Ein Biss kann das für Menschen gefährliche Fleckfieber verursachen, hervorgerufen durch Rickettsien-Bakterien. Infektionen durch Rickettsien sind schwer zu bestimmen; die Krankheitsbilder können stark variieren.

Typisch für Fleckfieber ist hohes und oft tagelanges Fieber sowie Hautausschlag. Fleckfieber begünstigt Hirnhautentzündung, Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung.

Im Gegensatz zu der in Deutschland häufig vorkommenden Zeckenart, dem Gemeinen Holzbock, ist die Auwaldzecke aggressiv und lauffreudig. Sie wartet nicht an einem Grashalm auf ihr Opfer, sondern geht aktiv auf Beutesuche. Deshalb trägt sie auch die Bezeichnung „Laufzecke“. Zu erkennen ist die neue Art an ihrer Größe; sie ist größer als der Gemeine Holzbock und trägt ein helles Rückenschild mit braunen Streifen sowie Tüpfelchen (Weibchen) oder eine blaugraue Zeichnung (Männchen).

FSME-Impfung

Grundsätzlich raten Mediziner zu einer FSME-Impfung. Denn gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis gibt es keine ursächliche Behandlung. Es sind keine Medikamente bekannt, die gegen das Virus helfen. In der Therapie kann es also nur um die Linderung der FSME-Symptome wie Schmerzen und Fieber gehen. Den einzig zuverlässigen Schutz kann neben der richtigen Bekleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken eine FSME-Impfung bieten.

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