Dorfurlaub im Schwarzwald

Kleinvermieter werden beim natürlichen Dorfurlaub gefördert

Hühner gackern, Glocken läuten, der Misthaufen dampft. So war das Dorfleben früher, so ist es in manchem Schwarzwaldort noch heute. Wer authentisches Dorfleben sucht, der findet sein Urlaubsglück durchaus, doch nicht immer leicht. Im Schwarzwald soll das jetzt anders werden. „Natürlicher Dorfurlaub“ heißt das Projekt des Schwarzwald-Tourismusverbandes STG.

Im Schwarzwald sollen Kleinvermieter unterstützt und dörfliche Strukturen besser in Wert gesetzt werden. Die STG will mit ihrem Projekt „NaDU – Natürlicher Dorfurlaub“ dazu beitragen, dass Dörfer und Ortsteile im ländlichen Raum als attraktive Lebensräume erhalten sowie soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte vor Ort mobilisiert werden.

Das typische Dorfleben, die authentische Kultur des Ortes sowie die Qualität der Unterkünfte sollen zusammen mit den regionalen Erzeugnissen zu einem vermarktbaren Angebot gebündelt und über Veranstalter und Reisebüros auch international vertrieben werden. Der Schwarzwald verspricht sich davon zugleich ein authentisches, aber zeitgemäßes Angebot bei Kleinvermietern.

Gefördert wird das Projekt durch eine Sonderzuwendung des auch für Tourismus zuständigen Ministeriums der Justiz und für Europa Baden-Württemberg. Die Mittel gehen zurück auf eine Initiative der CDU-Landtagsfraktion im Zuge der Planaufstellung zum Doppelhaushalt 2018/2019. Im Mittelpunkt von „NaDU“ stehen Dörfer mit kleinteiligen Anbieterstrukturen bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Pensionen, Bauernhöfen, Gästehäusern und Gasthöfen, schwarzwaldtypischen Gastronomiebetrieben sowie regionalen Erzeugern. Bei der Jahrestagung der STG in Lahr wurden die 21 teilnehmenden Orte und Ortsteile benannt. Ausgewählt wurden sie durch einen Projektbeirat aus Vertretern der Landkreise, der Naturparke, der Regierungspräsidien, des Ministeriums, von „Leader“ sowie von Gemeinden und Kleinvermietern.

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Tourismusminister Guido Wolf würdigte das Projekt als „beispielgebenden Ansatz für eine nachhaltige Tourismus- und Regionalentwicklung“. Minister Wolf: „Der Tourismus ist für unser Land und für die Region einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Mit NaDu können weitere nachhaltige Urlaubsangebote geschaffen werden, von denen Gäste und Einwohner profitieren. Das Projekt ist somit auch hervorragend geeignet, weitere Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und regionale Strukturen zu sichern.“ MdL Dr. Patrick Rapp ermunterte als Sprecher des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion die teilnehmenden Kommunen, sich auch in der Umsetzungsphase 2019/2020 aktiv einzubringen: „Für nur 1000 Euro Einsatz pro Jahr erhalten die Gemeinde Hilfestellung bei der Umsetzung des Projektes und profitieren von der gemeinsamen Vermarktung.“

Die ausgewählten Dörfer bekommen zunächst eine ausführliche Vor-Ort-Beratung durch die „Futour Tourismus- und Regionalberatung“, eine moderierte Auftaktveranstaltung sowie
Beratungs- und Informationsveranstaltungen für Kleinvermieter. STG-Geschäftsführer Hansjörg Mair: „Wir wollen Gemeinden, tourismusrelevante Betriebe sowie die Kleinvermieter in die Lage versetzen, ein hochwertiges, marktgerechtes und regionaltypisches Angebot zu entwickeln. Davon profitieren Touristen und Einwohner.“

Teilnehmende Orte

Von den 321 Kommunen in der Ferienregion Schwarzwald haben 43 die Ausschreibungsunterlagen angefordert. Auf der Grundlage der dann zurückgesandten Bewerbungsunterlagen wurden vom Projektbeirat 21 Orte und Ortsteile für die Umsetzungsphase ausgewählt. Sowohl hinsichtlich der Kleinvermieter- wie auch der Dorf-Struktur haben sie eine unterschiedliche Qualitäts- und Ausgangsbasis.


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